Antihormonelle Therapie bei Brustkrebs

… Wie wirken Anti-Östrogene, Aromatasehemmer und GnRH-Analoga?

Etwa zwei Drittel aller Brustkrebserkrankungen sind hormonabhängig. Das bedeutet, dass diese Tumoren von weiblichen Geschlechtshormonen zum Wachstum angeregt werden. Neben der Operation, Chemo- und Strahlentherapie kommen deshalb Medikamente zum Einsatz, die die Bildung von Hormonen hemmen. Vor den Wechseljahren werden andere Medikamente eingesetzt als nach den Wechseljahren.

Durch antihormonelle Therapien kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie z.B. Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut, Knochen- und Gelenkbeschwerden. Bei Frauen, bei denen die Wechseljahre vor Therapiebeginn noch nicht eingetreten waren, kann die Behandlung dazu führen, dass sie von heute auf morgen mit den für die Wechseljahre typischen Erscheinungen konfrontiert werden wie „Hitzewallungen“ und Schweißausbrüche, trockene Schleimhäute oder verringertes sexuelles Verlangen (Libidoverlust).

In diesem Vortrag wird darüber informiert, welche Antihormontherapien heute zur Verfügung stehen, wie sie individuell abgestimmt eingesetzt werden und welche Therapiedauer empfohlen wird.
Ebenso werden hilfreiche Anregungen zur Linderung von Nebenwirkungen und zum Umgang mit Beschwerden vermittelt.

Montag, 14.11.2022
18.30 Uhr
Referentin: Ulrike Naumann, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe,
leitende Ärztin des Brustzentrums am Maria-Josef-Hospital Greven
Veranstaltungsort: Gesundheitshaus, R403
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