Chronische Müdigkeit und Erschöpfung bei Krebs, eine oft unterschätzte Belastung
Viele Menschen mit einer Krebserkrankung leiden während der Behandlung, aber auch nach Abschluss der Therapie, unter einer anhaltenden Erschöpfung. Diese sogenannte tumorassoziierte Fatigue unterscheidet sich deutlich von gewöhnlicher Müdigkeit: Sie lässt sich durch Ausruhen oder Schlaf kaum verbessern und kann Betroffene stark einschränken.
Die Tumor-assoziierte Fatigue kann zu jedem Zeitpunkt einer Krebserkrankung auftreten und unterschiedlich lange anhalten. An der Entstehung sind meistens mehrere Ursachen bzw. Einflussfaktoren beteiligt, z.B. die Krebserkrankung, Nebenwirkungen von Krebstherapien, andere Krankheiten, Blutarmut, Mangelernährung und Gewichtsverlust, Konditionsmangel, Abnahme von Muskelmasse, Schlafstörungen, psychische Belastungen u.v.m.
So vielschichtig wie die Ursachen sein können, so unterschiedlich sind die Behandlungsansätze. Eine Fatigue kann den Lebensalltag stark beeinträchtigen: die Leistungsfähigkeit kann stark reduziert sein, so dass berufliche oder familiäre Aufgaben nicht mehr wie gewohnt erfüllt werden können. Auch wenn die Tumor-assoziierte Fatigue in aller Regel ungefährlich ist, kann sie dazu führen, dass der Alltag neu gestaltet und neu organisiert werden muss.
In dem Vortrag werden Informationen zum tumor-assoziierten Fatigue-Syndrom sowie zu möglichen Ansätzen zur Linderung und ggf. Behandlung vermittelt, und es werden Impulse zum Umgang mit den Einschränkungen gegeben.
| 12.10.2026, 18.30 Uhr |
Referent: Oliver Özöncel, Dipl.-Psychologe, Pychoonkologe, Berliner Krebsgesellschaft Der Vortrag findet online über Zoom statt. Anmeldung: in der Krebsberatungsstelle per Mail Link für die Teilnahme wird am Veranstaltungstag gemailt. |